Restaurierte Kunstdenkmäler

In den letzten Jahren hat der Kulturgüterverein Klausen folgende Objekte restauriert:

Lanziner Kapelle
Die Kapelle zum Heiligen Kreuz mit dem hübschen Zwiebelturm entstand um 1734 an der stelle einer älteren Kirche. Besichtigung: meist geöffnet, Gitter am Eingang.

Grabstein Franz Leopold Balthasar Zungenberg
Der schöne Grabstein aus Marmor erinnert an Franz Leopold Balthasar Freiherr von Zungenberg. Diese Familie stammte aus Bosnien. Franz Leopolds Vater leistete im türkischen Heer Dienste. Bei der Belagerung von Budapest (1686) geriet er in österreichische Gefangenschaft, änderte seinen Namen (von Czonka Beg in Zungenberg) und trat zum katholischen Glauben über.
Sein Sohn Franz Leopold Balthasar, an den dieser Grabstein erinnert, machte im österreichischen Heer eine erfolgreiche Karriere. Wir begegnen ihm auf zahlreichen Kriegsschauplätzen, so in Norditalien, auf Sizilien, auf Korsika, in Ungarn und in Serbien. Während des Polnischen Erbfolgekrieges wurde Zungenberg in der Schlacht von Guastalla am 17. Februar 1735 schwer verwundet. Auf der Heimreise nach Wien verstarb er in Klausen. Die österreichische Heeresleitung hat ihm diesen Gedenkstein gewidmet.
Besichtigung: frei, der Grabstein befindet sich an der Außenseite der Pfarrkirche.

Grabdenkmal von Lutz zu Glatsch
Es handelt sich um den ältesten Grabstein an der Pfarrkirche. Der mit Wappen und Helmen verzierte Stein erinnert an den Tod von Michael Luz zu Glatsch (1582) und seiner Gemahlin Rosina (1605).
Besichtigung: frei, der Grabstein befindet sich an der Außenseite der Pfarrkirche

Jennersche Grabstätte
Die Familie Jenner war in Klausen besonders erfolgreich. Über zwei Jahrhunderte lang bekleideten Vertreter dieses Geschlechtes einflussreiche und prestigeträchtige Positionen. Gleichzeitig ließen sie einige wertvolle Gebäude in der Stadt erbauen oder erwarben bereits bestehende, so das Sparkassengebäude (siehe Nr. 12), die Ansitze Bärburg (Nr. 20) und Seebegg (Nr. 21), den Gasthof Grauer Bär (Nr. 25).
Christoph Jenner der Ältere stiftete für die Toten der Familie eine Kapelle und stellte gleichzeitig eine große Geldsumme bereit, um zum Jenner’schen Jahrtag die Kosten für Seelenmessen zu tragen und Arme der Stadt  mit einer reichlichen Mahlzeit beim Bären sowie mit Kleidung zu versorgen.
Sein Neffe Abraham Jenner ließ 1636 das wertvolle in Kupfer getriebene und vergoldete Epitaph von Maximilian Kössler Pöckh anfertigen. Es stellt die Kreuzesabnahme dar.
Besichtigung: frei, der Grabstein befindet sich an der Außenseite der Pfarrkirche

Wappensteine am Tinnebach
Es handelt sich um zwei Wappensteine aus dem Jahre 1750. Die Säbener Klause bzw. der Tinnebach bildeten seit der Gründung des Bistums Säben in der 2. Hälfte des 6. Jahrhunderts bis zum Jahre 1818 die Grenze zwischen den Bistümern Säben (später Brixen) und Trient.
Als 1027 der Brixner Bischof zum Territorialherren aufstieg, wurde die Grenzlinie auch zur Landesgrenze zwischen den geistlichen Fürstentümern von Brixen und Trient und in der Folge zwischen dem Hochstift Brixen und der Grafschaft Tirol.

Bildstock am Säbener Aufgang
Der prekäre Zustand des Bildstockes wurde durch die Restaurierung behoben. Das Bild (restauriert von der Säbener Arbeitsgruppe) stellt die Begegnung des Auferstandenen mit Magdalena dar.

Ölbergszene
Die Skulptur zeigt Jesus am Ölberg, den Engel, der ihm einen Kelch entgegen hält und die schlafenden Jünger. Im Hintergrund breitet sich Jerusalem unter einem wolkenschweren Himmel aus. Durch das Tor treten Judas und die Häscher.
Das Relief ist um 1600 entstanden und von einem unbekannten, aber sehr tüchtigen Meister gefertigt worden. Stilistisch gehört es der späten Gotik an.