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Geschichtsträchtige Gasthäuser

Gasthof Walther von der Vogelweide

Oberstadt Nr. 66

Besitzer: Privatbesitz
Besichtigung:  Die Gastlokale sind frei zugänglich.

Das ehemalige Haus des Zollgegenschreibers ist seit 1355 nachgewiesen. Eine Gaststätte besteht hier seit dem 15. Jahrhundert, bis 1500 war im Garten eine Badstube in Betrieb. 
Den heutigen Namen erhielt die Gaststätte erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch den damaligen Besitzer Georg Kantioler Aus dieser Zeit stammt auch die Waltherdarstellung des Künstlers Toni Grubhofer an der Gartenfront. 

Die Fassaden zeigen charakteristische Zinnengiebel, Rundbogenfenster und andere architektonische Details. Die Gaststube (von der Stadtseite her zu betreten) ist eine Halle mit einem mächtigen Kreuzgratgewölbe, das auf einem runden Mittelpfeiler ruht.

Ehemaliger Gasthof zum Lamm

Oberstadt Nr. 55 - 61

Besitzer: Privatbesitz 
Besichtigung:  Zugänglich ist nur der Walthersaal, den die Stadtgemeinde Klausen im Dezember 2009 käuflich erworben hat. Bei Stadtführungen wird er besichtigt. 

Es handelt sich um ein Gebäude aus dem Spätmittelalter. Unter dem Besitzer Georg Kantioler wurde der Gasthof zum Lamm gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum beliebten Treffpunkt von Künstlern, Literaten und Wissenschaftlern. 
Äußerlich sind das Rundbogenportal, die zwei Erker und das Wirtshausschild bemerkenswert. Der malerische Walthersaal aus dem 15. Jahrhundert diente ursprünglich als Ratssaal der Stadt und später als Speisesaal des Gasthofes.

Gasthof Weißes Kreuz (Nussbaumer)

Unterstadt 4

Besitzer: Privatbesitz 
Besichtigung: Die Gastlokale sind zugänglich, das „Künstlerstübele“ im Obergeschoss jedoch nur in Ausnahmefällen.

Das Haus stammt aus dem späten Mittelalter. Beachtenswert sind die schöne Fassade und das Wirtshausschild. 
Das Gasthaus zum Weißen Kreuz zählte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den beliebtesten Treffpunkten der Klausner Künstlerkolonie. Dies war vor allem das Verdienst von Hans Rauter, seit 1899 Eigentümer des Hauses, der wegen seiner Freundlichkeit und seiner Geselligkeit allseits bekannt war.

Neben dem Eingang zu den Gastlokalen ist auf alten Fotos zu erkennen, wie das Künstlerstübele früher ausgesehen hat.

Gasthof Grauer Bär

Unterstadt 3

Besitzer: Stadtgemeinde Klausen
Besichtigung: Zugänglich sind die Gastlokale im Erdgeschoss.

Der 1342 erwähnte Gasthof zählt zu den ältesten der Stadt und wurde im Laufe der Zeit aus drei Häusern zusammengebaut. Das Gebäude war über Jahrhunderte im Besitz der angesehenen Klausner Familie Jenner. 1630 kam hier Dr. Matthias Jenner, Kanonikus in Brixen und von 1677 bis 1691 Pfarrer in Klausen, zur Welt. Er ließ zwischen 1681 und 1686 das Benediktinerinnenkloster in Säben erbauen.

Die Front zur Straße zieren zwei zierliche Erker und das Wirtshausschild. Im Innern befindet sich ein malerisches Treppenhaus mit Lichtschacht. 

Gasthof zur Goldenen Rose

Unterstadt 14 - 18

Besitzer: Privatbesitz 
Besichtigung: Das Gebäude wird zeitweise als Gaststätte geführt. 

Der ehemalige Gasthof zur Rose in der Unterstadt besaß im Obergeschoss zwei große Gaststuben, die zu den Besonderheiten Klausens zählten. In einem der beiden Lokale entstand eine Art Gemäldegalerie, in der zweiten Stube war eine bedeutende Zinnsammlung aufgestellt. Zur Ausschmückung der Gastlokale trug auch der kunstsinnige Wirt Ferdinand Kargruber selbst bei, der den Gasthof um 1911 übernommen hatte.

Gasthof Post

Tinneplatz Nr. 2 - 3

Besitzer: Privatbesitz 
Besichtigung: Die Gastlokale sind zugänglich.

Das spätmittelalterliche Gebäude, vormals Wirtshaus ,,zur Gans“, bestand ursprünglich aus drei benachbarten Häusern. Die einheitliche Fassade entstand wahrscheinlich gegen Ende des 16. Jahrhunderts. 
Die Fassade schmücken das alte Wirtshausschild, die polygonalen Erker und die dreigeteilten Rundbogenfenster.

Ehemaliger Gasthof zum Rössl

Tinneplatz 12 - 15

Besitzer: Privatbesitz 
Besichtigung: Das Innere ist nicht zugänglich.

Der schmucke, aus dem Spätmittelalter stammende Bau gehört zu den schönsten der Stadt. Die breite Fassade schmücken das Wirtshausschild und die zweigeschossigen Erker. Das weit vorragende Dach, das den eingestellten Fuhrwerken Schutz bot, blieb bis heute erhalten.

Ehemaliges Wirtshaus zum Goldenen Löwen

Oberstadt Nr. 68 

Besitzer: Privatbesitz 
Besichtigung: Eine Besichtigung ist nur von außen möglich. 

Es handelt sich um das ehemalige Wirtshaus „am guldin lebn“. Die Front ist mit einem Erker und einem verblassten Fresko geschmückt. Weitere Wappenmalereien mit Inschriften befinden sich in der gewölbten Halle des ersten Stockwerkes. Vom Kellerraum des Hauses soll eine unterirdische Verbindung zum Zollhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite bestehen.