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Die Loretokapelle

 

Genau an dieser Stelle, wo 1702/1703 diese Loretokapelle errichtet wurde, stand ursprünglich das so genannte Zoppolt’sche Haus, in dem Pater Gabriel Pontifeser geboren wurde. 
Der Kapuzinerpater war der Beichtvater der spanischen Königin Maria Anna und genoss die Gunst der Königin und hohes Ansehen am königlichen Hof. So finanzierte sie, gemäß seinem Wunsch, neben dem Bau des Kapuzinerklosters auch den Bau dieser von der Klosterkirche getrennten Kapelle. Der schlichte Bau ist eine getreue Nachbildung des heiligen Hauses von Nazareth, das in Loreto bei Ancona steht, wo die schwarze Muttergottes aufbewahrt ist. Der Kult der schwarzen Madonna von Loreto erfuhr besonders im 18. Jht. in ganz Mitteleuropa große Verbreitung und auch Pater Gabriel Pontifeser empfand große Verehrung.
Der langjährige äußerst prekäre Zustand der Kapelle ist 2002 durch eine gründliche Sanierung beendet worden. Im Innern befinden sich u. a. das Altarblatt von Nicola Fumo und Gemälde spanischer Künstler.

Tipp

Die Kirche ist von Ostern bis Ende Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (außer an Sonn- und Feiertagen). 
Der Zugang vom Kapuzinergarten ist nicht mehr geöffnet, ein Besuch des Gartens und des Stadtmuseums von Klausen, in dem der berühmte Loretoschatz aufbewahrt wird, lohnt sich!